Wir recherchieren Analysen, Berichte und Artikel und beleuchten unsere zentralen Themen in der Lebensmittelbranche. Hier stellen wir Ihnen die interessantesten Ressourcen vor, damit Sie tiefergehende Einblicke gewinnen können.
Skalierungscheck für Ihr Food-Startup
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Viele Entscheidungsträger:innen in Unternehmenund der Politik schrauben ihre Nachhaltigkeitsambitionen zurück. und geben frühere Verpflichtungen auf. Damit rücken auch folgende Fragen zur Zukunft und Nachhaltigkeit unserer Lebensmittelsysteme in den Fokus:
- Können wir uns allein auf Innovations-Ökosysteme verlassen, um die Transformation unserer heutigen Lebensmittelsysteme zu bewältigen?
- Welche Rolle spielen Innovator:innen, Gründer:innen, Startups, Scale-ups und KMUs in diesem Wandel?
- Oder ist es unrealistisch und naiv zu glauben, dass eine einzige Akteursgruppe die Transformation alleine tragen und bewältigen kann?
Wir bei Konsultori haben aktuelle Berichte und Whitepapers zur Transformation von Lebensmittelsystemen sowie zur Rolle des Food-Innovationsökosystems bei der nachhaltigen Skalierung von Innovationen analysiert.
Obwohl die Berichte von sehr unterschiedlichen Akteuren mit unterschiedlichen Zielsetzungen stammen – aus der Wirtschaft, von internationalen Institutionen, der Zivilgesellschaft oder der lokalen Politik – und unterschiedliche Aspekte beleuchten, stimmen ihre Analysen in mehreren zentralen Punkten überein.
Gemeinsame Basis für transformative Food-Innovationen
Zunächst ein Blick auf die Gemeinsamkeiten:
- Alle Berichte sind sich einig, dass das Lebensmittelsystem transformiert werden muss. Oberflächliche Lösungen oder „mehr vom Gleichen“ werden nicht die Ergebnisse liefern, die für ein nachhaltiges, resilientes und gerechtes System nötig sind.
- Wie kürzlich ein FoodTank-Op-Ed betonte: „Das globale Lebensmittelsystem ist nicht kaputt – es ist nur so gestaltet, dass es nur für die Wenigen, nicht für die Vielen funktioniert.“
- Alle Quellen heben die Bedeutung systemischer statt isolierter Maßnahmen hervor; Skalierung erfordert starke Ökosysteme und inklusive Beteiligung der Stakeholder.
Wir bei Konsultori sind überzeugt: Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Akteuren ist das Herzstück von Innovation und Transformation im Lebensmittelsystem. Dies haben wir bereits mehrfach betont, z. B. auf der GITEX Europe in Berlin oder beim ViennaUp.
- Food-Startups und innovative KMUs gelten als die zentralen Treiber disruptiver Innovation. Ihr nachhaltiger Erfolg hängt von funktionierenden Support-Netzwerken, Zugang zu Finanzierung und Kooperatiions-Plattformen ab – inklusive politischer Unterstützung, Infrastruktur, öffentlicher und privater Fördermittel sowie dem Aufbau unternehmerischer Fähigkeiten.
Unterschiedliche Schwerpunkte beim Skalierungsansatz
Die drei Berichte sind aber auch deswegen interessant, da jede Quelle andere Aspekte der systemischen Transformation betont:
Mainstreaming Food Innovation
Das Whitepaper des World Economic Forum in Zusammenarbeit mit der Boston Consulting Group fokussiert auf „Hub-Based Scaling“. Startups sollen über spezielle Food Innovation Hubs unterstützt werden, die sektorübergreifende Zusammenarbeit fördern – zwischen Startups, der Lebensmittelindustrie, Finanzinstitutionen und Regierungen. Der Rahmen begleitet Startups von der Frühphase über den Markteintritt bis zur Skalierung durch Netzwerke, Investitionen und Wissensaustausch.
Obwohl vor allem auf Unternehmer:innen vertrauend, erkennt das Whitepaper dennoch die Notwendigkeit von Kollaboration und Netzwerkarbeit an.
Transformation von Lebensmitteln und Landwirtschaft durch einen systemischen Ansatz
Das FAO-Framework (Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UN) betont einen integrierten Ansatz: Wissensmanagement, Governance-Reformen und nachhaltige Investitionen sollen innovationsfreundliche Rahmenbedingungen schaffen. Skalierung bedeutet hier nicht nur Technologie-Replikation, sondern Transformation etablierter Praktiken durch Zusammenarbeit von Regierung, Forschung und Unternehmer:innen.

Urban Food Systems Innovationen skalieren – Lessons learnt aus 11 europäischen Städten
Der Food Trails-Bericht untersucht skalierbare Modelle innerhalb von Städtenetzwerken, die flexible Governance-Modelle, starke Partnerschaften und lokale politische Unterstützung nutzen, um Innovationen zwischen städtischen Ernährungssystemen zu übertragen. Food Trails ist ein vierjähriges EU-gefördertes Horizon-2020-Projekt, das die kollektiven Verpflichtungen des Milan Urban Food Policy Pact in Europa in messbare und langfristige Fortschritte für nachhaltige Lebensmittelsysteme umsetzt.
Besondere Erwähnung: IPES-Bericht zur Long Food Movement
Der IPES-Bericht untersucht mögliche Szenarien bis 2045, wenn das Business-as-usual-Konzept anhält und große Agrarkonzerne weiterhin dominieren. Als Gegenpunkt wird ein Szenario dargestellt, in dem Zivilgesellschaft und soziale Bewegungen die Initiative übernehmen. Technologische Innovationen allein, getrieben durch den Markt, werden skeptisch betrachtet.
Konsultori: Food Innovation und Skalierung im Ökosystem vorantreiben
Wir bei Konsultori finden es ermutigend, dass unterschiedliche Akteure viel an gemeinsamer Basis finden, gerade in Zeiten konservativer Nachhaltigkeitsstrategien.
Alle Berichte erkennen die Dringlichkeit des Wandels an, auch wenn die vorgeschlagenen Wege unterschiedlich sein können. Für Food-Innovator:innen bieten sich dennoch zahlreiche Handlungsoptionen, zur systemischen Transformation beizutragen – trotz bestehender Herausforderungen.
Warum wir bei der AWS Sustainable Food Systems Initiative mitmachen
Die Initiative zielt darauf ab, Innovationspotenziale innerhalb der Lebensmittelsysteme strategisch zu erschließen und zu unterstützen. AWS setzt damit proaktiv auf die Transformation hin zu ökonomisch, ökologisch und sozial gerechteren Lebensmittelsystemen.
Wir freuen uns sehr, Teil eines der Projekte im Rahmen des Programms zu sein.
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