Unternehmensbewertung mit der Venture-Capital-Methode

Die Venture-Capital-Methode © KONSULTORI

Die Venture-Capital-Methode (VCM) ist eine nützliche Bewertungsmethode zur Ermittlung der Pre-Money-Bewertung eines Startups vor der ersten Umsatzgenerierung.

Hat Ihr Startup noch keine Umsätze erzielt, eignet sich die Venture-Capital-Methode gut. Sie nutzen sie, um eine Pre-Money-Bewertung zu berechnen. Die Venture-Capital-Bewertung spiegelt die Perspektive der Investor:innen wider: Sie erwarten einen hohen Exit, um für das mit der Investition in das Startup eingegangene Risiko entschädigt zu werden.

Bitte beachten Sie: Die Berechnung einer Bewertung mit der Venture-Capital-Methode basiert auf vielen Annahmen. Deshalb gibt es nicht die eine richtige Bewertung. Zu viele Annahmen fließen ein, was Raum für Diskussion schafft. Als Gründer:in ist es wichtig, den grundlegenden Mechanismus zu verstehen. So können Sie verschiedene Szenarien und Annahmen mit Ihren Investor:innen besprechen.

Beispielrechnung: Venture-Capital-Methode und Anteil der Investor:innen

Ein Beispiel: Nehmen wir an, unser Startup ist in der CleanTech-Branche tätig. Unsere Investorin plant den Exit nach 7 Jahren. Sie erwartet eine interne Rendite (IRR) von 30 %. Unser geschätzter Umsatz in 7 Jahren liegt bei rund 6 Millionen.

Mit dem Venture-Capital-Bewertungsrechner ergeben sich für unsere Bewertung folgende Werte:

  • Exit-Wert: 24,6 Millionen
  • Post-Money-Bewertung von 3,9 Millionen
  • Pre-Money-Bewertung von 3,2 Millionen
  • Anteil der Investorin: 17,9 %

Wie bereits erwähnt, handelt es sich hierbei nicht um exakte Werte. Verstehen Sie sie daher eher als Teil einer Bandbreite möglicher Bewertungen. Diese Bandbreite ergibt sich aus Schwankungen in den Eingabeparametern: den Umsatzmultiplikatoren, dem ROI der Investor:innen und Ihrer Umsatzprognose für das Exit-Jahr.

Unternehmensbewertung

Glaubwürdige, marktvergleichbare Bewertungen für Finanzierungen, Partnerschaften und Exits.

-> Die First-Chicago-Methode