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rosarote zukunft by daniel zimmel via flickr CC BY-SA 2.0

rosarote zukunft by daniel zimmel via flickr CC BY-SA 2.0

Schön, dass Sie heute wieder zu konsultori gefunden haben. konsultori Mashup ist ideal für alle, die kaum Zeit hatten, aktuelle Entwicklungen zu verfolgen oder einfach nichts zum Thema Geschäftsfeldaufbau bei KMU, Startups, Rechtsanwaltskanzleien und Kreativwirtschaft versäumen möchten. Hier für Sie der wöchentliche Überblick aus dem Netz gefischt:

 

Die GründerInnen der Zukunft

Der Trend- und Zukunftsforscher Patrick Mijnals, selbst Gründer der Crowdfunding-Plattform bettervest, sieht Deutschland in Zukunft stärker in der Gründerkultur. Für diese Annahme sprechen einiger der jüngsten Trends:

  • Silverpreneur statt Teenpreneur: Nicht nur immer mehr junge Menschen sehen das Unternehmertum schon von früh an als eine mögliche Berufsoption, auch am anderen Ende des Altersspektrums wächst die Zielgruppe. Europaweit verzeichnete man in den letzten Jahren einen Anstieg von weitaus älteren GründerInnen als die in Deutschland durchschnittlichen 34,9 Jahre.
  • Intrapreneurship statt Entrepreneurship: Dieses Phänomen beschreibt GründerInnen innerhalb bereits bestehender Unternehmen. Intrapreneure arbeiten in ihrem Arbeitsumfeld unter Zuhilfenahme von „Silicon Valley“-Ansätzen (z.B. der LeanStartup-Methodik) und pitchen ihre Ideen vor allem, um die besten Köpfe aus anderen Abteilungen für ihre Teams zu gewinnen.
  • Sinnmaximierung statt Gewinnmaximierung: Das Aufkommen der sogenannten „Fintechs“ rüttelt die bisher noch bit- und bytearme Branche wach – darunter fallen z.B. Robo-Advice, Crowdfunding oder Cryptocurrency. Immer mehr soziale und ökologische Aktivisten treiben somit die „kapitalistische Sinn-Maximierung“ voran.

Lesen Sie mehr zu den künftigen Trends und über Patrick Mijnals hier.

 

Impact Hub Vienna baut aus

2010 wurde Impact Hub Vienna gegründet – und zählt heute bereits über 400 MitgliederInnen. Der „Tummelplatz für Weltverbesserer“ ist ein Treffpunkt für unterschiedlichste Social Business Unternehmen in Wien. Und das funktioniert. So gut, dass die Bürofläche jetzt auf das Vierfache ausgebaut wird. Der Coworking-Space im angesagten 7. Wiener Gemeindebezirk bietet UnternehmerInnen die Möglichkeit, sich für eine monatliche Gebühr einen Arbeitsplatz zu mieten oder die Räumlichkeiten für diverse Events zu buchen. Mehr Informationen über die Baustelle und Impact Hub Vienna finden Sie auf format.at.

Astridcenter by Luc Slosse via flickr CC BY 2.0

Astridcenter by Luc Slosse via flickr CC BY 2.0

Wie Unternehmer aus dem Scheitern lernen

Orat.io war 2013 eines der ersten Start-ups im Axel Springer Plug’n’Play Accelerator – vor kurzem gab das Unternehmen seine Schließung bekannt. Co-Gründer David Pichsenmeister erzählt von einigen Problemen, mit denen sie als Start-up im Mediengeschäft konfrontiert wurden:

  1. Ein existierendes Produkt zu ersetzen ist meist schwieriger als ein komplett neues Produkt einzuführen. Für viele Unternehmen ist es oftmals ein zu hohes Risiko, ein bereits funktionierendes Produkt durch etwas anderes auszutauschen.
  2. Sales und Support nicht unterschätzen. Die Zeit, die es braucht, um Produkte zu verkaufen dauert oft viel länger als man am Anfang annimmt.
  3. Den Fokus auf die „richtigen“ KundInnen legen. Bestenfalls hat man die Zielgruppe bereits festgelegt, noch bevor man das Produkt auf den Markt bringt.
  4. Technologie ohne Community ist nichts wert. Technologie muss auch genutzt werden – ansonsten hat sie ihr Ziel verfehlt.

Besonders die Diskussion, ob man für erste Erfolge nicht doch die weniger zahlungskräftigen Kundenkreise anspricht, statt auf lange Entscheidungszeiten bei potenteren Kunden zu setzen, hat mich an so manche Gespräche mit Startup-CEOs erinnert. Was genau die GründerInnen daraus gelernt haben und wie sie dieses Wissen heute besser anwenden können lesen Sie hier.

FAIL stamp by Hans Gerwitz via flickr CC BY-SA 2.0

FAIL stamp by Hans Gerwitz via flickr CC BY-SA 2.0

 

Die Suche nach dem Kapital, 6 Monate für Startup Finanzierung einplanen

Giovanni Bruno, Mitgründer von Crowdsell, erzählt von seiner Suche nach Venture Capital und Business Angels in Deutschland. Als besonders mühsam empfand er „[…] all die Bürokratie, die uns während der Auseinandersetzung mit Stipendien und Mezzanin-Finanzierungen begegneten“. Aber so anstrengend die Suche nach Kapital auch ist – laut Giovanni Bruno findet sich früher oder später der passende Unterstützer. Außerdem empfiehlt er für das Netzwerken und Kennenlernen den Besuch von Messen, „da dort sowohl Kunden als auch Partner schnell und in großer Anzahl gefunden werden“. Zeitlich spricht er von 3-6 Monaten, die als Minimum für den Prozess einzuplanen sind. Mehr Informationen von dem „Gründer, der auszog Geld einzusammeln“ finden Sie hier.

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