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Gründerinnen, grunderinnen, startups, eu

Women by Ged Carroll via flickr CC BY 2.0

EU-weit haben im Schnitt nur knapp 14,7% aller Start-ups Gründerinnen. Dabei variieren die Unterschiede in den verschiedenen Ländern stark. So beträgt der Anteil an Gründerinnen in Schweden zum Beispiel 33,3% und in Rumänien 28,1%, während in Tschechien erst gar nicht gemessen wird. Es sind keine Gründungen von Frauen in den European Startup Monitor eingeflossen. Beliebte Start-up Länder wie Deutschland verfügen über einen Anteil von 12,9%, während Großbritannien gute 20,0% verzeichnet.

Obwohl die Mehrheit aller Start-ups mit 79,1% in Teams  gegründet wird, liegt der Wert der Team-Gründungen bei Gründerinnen etwas niedriger, bei 67,6%. Warum wäre spannend.

Gender Equality und Gründerinnen in österreichischen Startups

Auch in Österreich sind Gründerinnen noch weit in der Unterzahl: nur 15,5% der Start-ups hierzulande werden von Frauen gegründet. Einen Lichtblick gibt es allerdings – der Anteil ist höher als jener in Deutschland (12,9%) und auch im Vergleich zu einer etwas älteren Start-up Studie ist der Anteil leicht angestiegen.

Auch das durchschnittliche Gründungsalter der weiblichen Unternehmerinnen unterscheidet sich von ihren männlichen Kollegen. Sie gründen im Schnitt früher, nämlich zwischen 27 und 32 Jahren, während die männlichen Gründer um die 32 Jahre alt sind.

Wer sich in der Community mehr austauschen möchte, findet international bei femalefounders und in Österreich bei den österreichischen female founders rund um Lisa Fassl, Tanja Sternbauer und Nina Wöss eine hervorragende Basis.

Frauen in Führungspositionen

Laut dem Bundesministerium für Bildung sind Frauen vor allem in Führungspositionen in der Wirtschaft, der Wissenschaft, der Forschung, der Politik und im öffentlichen Sektor nach wie vor unterrepräsentiert. Auch gibt es hier noch immer einen der größten geschlechterspezifischen Lohnunterschiede innerhalb der EU.

2011 nahmen laut der europäischen Arbeitskräfteerhebung Frauen 30 Prozent aller Managementpositionen in Österreich ein. An der Unternehmensspitze sind sie dennoch nicht nur erheblich unterrepräsentiert, sie verdienen in diesen Positionen noch immer weniger als ihre männlichen Kollegen.

Portraet-gross-Petra-Wolkenstein-by-Haffertography-CC-BY-20

In eigener Sache: Ein Grund zum Feiern

Im Zuge dieses spannenden Themas freuen wir uns, über die Aufnahme von Petra Wolkenstein in das Global Board Ready Women berichten zu können. Diese Initiative wurde von den European Business Schools und Women on Board Task Force gegründet und umfasst prestigeträchtige Business Schools sowie sämtliche professionelle Einzelpersonen und Organisationen weltweit. Global Board Ready Women kümmert sich um Gender-Equality in Boards und verhilft ihren Mitgliedern zu zusätzlicher Transparenz im Netz und offline.

Petra Wolkenstein hat die strengen Auflagen erfüllt und wir freuen uns auf neue Herausforderungen und einen interessanten Austausch!

Quellen und weiterführende Links:

Bundeskanzleramt: Frauen in Führungspositionen – Daten, Fakten, Modelle. Endbericht 2011  (S. 20)
Bundesministerium für Bildung: Gleichstellung am Arbeitsmarkt 2016
European Startup Monitor 2015
European Startup Monitor 2015 German – Transparenz für Startups in Europa
European Startup Monitor – Country Report Austria 2015 by Lisa-Marie Fassl und Dr. Rudolf Dömötör

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