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„Was in der Not alles geht.“ – Interview mit den Experten von Konsultori

„Was in der Not alles geht.“ Petra Wolkenstein und Christian Nehammer sprechen über die Themen, zu denen sie mit UnternehmerInnen in den letzter Tagen gearbeitet haben. Was sind die häufigsten Probleme und wie kann jemand eine Herausforderung in eine Chance verwandeln? Wir lernen eine neue Online-Lösung von konsultori kennen und erfahren einige inspirierende Beispiele. Es folgt ein Doppelinterview.

 

 

Lieber Herr Mag. Christian Nehammer, als Experte in Finanzierungsthemen sind Sie sicher schon oft auf schwierige Fälle gestossen. Die aktuelle Lage ist dagegen eine Ausnahmesituation: Eine globale Wirtschaftskrise steht im Raum. Wie reagieren die Ihnen bekannten Unternehmen und was sind die häufigsten Probleme?

Diese Situation ist in der Tat eine Ausnahmesituation. Die wirtschaftlichen Maßnahmen der Unternehmen sind aber in der Krise, Gott sei dank, immer dieselben:

  1. nah am Kunden bleiben
  2. Liquidität und Working Capital optimieren und
  3. auf den Neustart vorbereiten.

Das spannende an dieser Krise ist, dass die Gesundheitskrise als Verursacher der wirtschaftlichen Krise ein absehbares Ende haben wird. An der wirtschaftlichen Krise werden wir aber noch lange arbeiten müssen. Das Wichtigste bleibt hier: Ruhe bewahren und mit Bedacht agieren.

Wir können uns vorstellen, dass in dieser schwierigen Situation die Web-Calls in Ihrem Home-Office in Serie stattfinden. Wem und genau welche Art von Hilfe kann jetzt Konsultori leisten?

Wir haben uns auf sehr kurzem Wege entschlossen, ein online Produkt aufzusetzen, das es sehr rasch ermöglicht, einen Überblick über die wirtschaftliche Situation in den Unternehmen zu erlangen. Wir können so auf kurzem Wege individuelle Maßnahmen vorschlagen. Manche Unternehmen werden nicht Förderungen nutzen können und da hilft es besonders, wenn wir mit Rat und vor allem Tat zur Seite stehen. Nachdem wir die Basis-Infos aufbereitet haben, können wir die Prioritäten bei den Maßnahmen liefern und bei anstehenden Gesprächen mit Banken zur Seite stehen und direkt helfen.

 

Liquidität verbessern in der Unternehmenskrise

 

Liebe Frau Mag. Petra Wolkenstein, was sind Ihre ersten Erfahrungen? Können österreichische und internationale Unternehmen die Krise tatsächlich überwinden? Welche guten Lösungsstrategien sehen Sie bisher?

Natürlich können wir. So wie es Christian sagt, es gilt, mit Ruhe und Überlegenheit zu agieren. Neben den Liquiditäts-Themen haben wir in dieser Woche mit den UnternehmerInnen zuerst geschaut, welche Umsätze wie zu halten sind. Die Kommunikation mit den Hauptkunden war besonders wichtig, um abschätzen zu können, was im Umsatz passieren wird. Wir haben proaktive Vorschläge erarbeitet, wie die Leistung trotz Home-Office zu erbringen ist und wie das mit den Kunden kommunizierbar ist.

Der zweite Schritt ist der Blick nach vorne: Welche Leistungen können wir online bringen und welche können wir auf der Basis der Kernkompetenzen neu auf den Markt bringen, um online zu arbeiten. Nicht alle Umsatzeinbrüche sind damit abzufangen. In manchen Branchen gibt es mehr Potential und in manchen weniger. Aber es gilt, hier nicht den Kopf in den Sand zu stecken und innovativ zu sein.

Die dritte Phase betrifft die Zeit nach dem Home-Office. Hier bin ich überzeugt, dass manche Branchen gestärkt aus der Krise gehen werden, weil sie dann online besser können und die Produkte erweitert haben. Wichtig bleibt: Laune hochhalten, nach vorne schauen, Basisgeschäft absichern und online bringen.

 

Konsultori online
Notepad on a busy workspace via Grovemade
via unsplashCC0 1.0 Creative Commons

 

Glücklicherweise läuft die Konsultori schon seit langem auch online. Aber der digitale Wandel stellt das Leben vieler Unternehmen auf den Kopf.  Was ist die wichtigste Grundhaltung und wie schwierig ist es, sich anzupassen?

Im Kulturbetrieb und dem Hospitality-Sektor, sowie dem Großteil des Handels ist es besonders hart. In anderen Branchen, wie dem betreuten Startups ist es wiederum eine immense Chance, zB alles was Collaboration betrifft, sowie der HealthCare Sektor. Beispiele? Deli Bluem, Gastronomie, hat wunderbar auf Lebensmittel- und Essenslieferservice umgestellt. Das machen jetzt mehrere. Ein nachhaltiges Reiseunternehmen nutzt die Zeit und macht sich fit für mehr Automatisierung und Digitalisierung für die Zeit ab Juni, im EPU Bereich spriessen die online Services, die Effizienz bei den Gesundheitsdienstleistern geht nach oben, wer kann geht online, zB die Sport-Trainer und Vereine.

Ein anderes wunderschönes Beispiel aus dem Konsultori Universum ist das skandinavische Low-Fi Concerts, die Home-Concerts veranstaltet hatten. Sie sind innerhalb von 5 Tagen mit online Streaming draussen. Das geht alles aber nur mit einem hervorragenden Team oder einer wunderbaren Community. Da muss echt zusammengeholfen werden. Alle Führungskräfte sind da in der Verantwortung, dass auch wieder ruhigere Zeiten dazwischen sind.

 

konsultori ebook
Ipad & Coffee Tropical vibes via Leone Venter
via unsplash adapted adaptedCC0 1.0 Creative Commons

 

Bei Konsultori haben wir ein wenig Glück. In der Beratung sind wir über 50% online unterwegs seit rund 2 Jahren. Letztes Jahr habe ich begonnen, bei Akzeleratoren auch online volle Workshops und Trainings zu halten. Im Januar ging sich beispielsweise der Weg in die Türkei nicht aus und der gesamte Workshop und das Coaching liefen 1 Woche lang online ab. Das ging erstaunlich gut. Heute hatten wir Feuertaufe: Interaktives Negotiation Training für Startups – online. So interaktiv war es noch nie – und es ging auch.

Beim Thema M&A Beratung für Startups haben wir aus der Not, dass Startups weniger Budget haben, vor rund 2 Jahren begonnen zu digitalisieren und die Plattform key2investors.com lanciert, die sich gut weiterentwickelt. Davon können wir jetzt die Erfahrung mitnehmen. Diese Woche haben wir mit unserer Plattform 1 Akzelerator in 48 Stunden digital aufgesetzt und parallel betreuen wir unsere white-labelled Plattform in Afrika. Das gelingt alles nur mit unserem wunderbaren (sehr kleinen) Team und dass da alle gemeinsam “mit dem Kopf durch die Wand” wollen.

Das Produkt “Liquidität absichern” mit Christian haben wir übers Wochenende definiert und am Dienstag online gelauncht. Ich kann nur sagen – es geht nur gemeinsam und das ist eine Erfahrung, die wir alle behalten werden. Was in der Not alles geht, weil alle zusammenrücken. Und das ist eigentlich das einzig Schöne bis jetzt an unserer Situation.

 

 

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