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Handel digital

Internethandel: konsultori beim “Digital Business Trend” / copyright APA-Fotoservice / Roßboth

Die Veranstaltung der Plattform “Digitale Business Trends” im Haus der Musik fand in einem sensationellen Rahmen statt: lebhafte, angeregte Diskussionen zwischen den TeilnehmerInnen, die von einem gegenseitigen Achten und Respektieren von anderen Meinungen gezeichnet war. Die Gespräche drehten sich um Themen, die in Zukunft auf die Branche zukommen werden und wie man am besten auf diese Veränderungen reagiert. Internethandel ist mehr als angekommen.

Organisiert wird die Veranstaltungsreihe von der Austrian Presse Agentur und der styria digital one. Insgesamt gibt es um die zehn Veranstaltungen pro Jahr in Wien, Graz oder Linz, zu denen sich die digitale Community trifft und sich über Markenentwicklungen, Technologien und Innovationen austauscht.

Veränderungen im stationären Handel hin zu Internethandel

Dass der stationäre Handel vor großen Veränderungen steht, ist außer Frage. Die Loyalität von langjährigen KundInnen wird durch die Vorteile von digitalen Services auf die Probe gestellt. Lösungsansätze könnten hier zum Beispiel Kooperationen mit Start-ups bieten.

Innovation chalkboard by Missy Schmidt via flickr CC BY 2.0

Innovation chalkboard by Missy Schmidt via flickr CC BY 2.0

Das sagen die Experten:

Werner Wutscher, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens New Venture Scouting, sieht die Zeit davonlaufen: „Der Wandel erfolgt großteils unbemerkt, und das Tempo ist immens hoch. Dabei wird es Gewinner und sehr, sehr viele Verlierer geben.“

Kein Wandel für junge Generation

Boris Marte, Leiter des Innovationslabor von Erste Bank und Sparkassen, sieht das allerdings anders: Für die junge Generation gebe es keinen Wandel, „für sie ist das ganz einfach die Wirklichkeit.“ Dabei verweist er darauf, dass die Veränderungen sich nicht schnell, sondern viel mehr massiv und nachhaltig entwickeln. Im Gegensatz zu Wutscher sieht er eine Kooperation mit Start-ups nur dann als sinnvoll an, wenn auch tatsächlich die Bereitschaft zu Veränderungen im Unternehmen vorhanden ist.

Keine dramatische Situation laut WKO?

Auch René Tritscher, Geschäftsführer der Bundessparte Handel in der WKO, schätzt die Lage entspannter ein: die Welt habe sich nicht radikal verändert. Es werden zwar immer mehr Informationen vor einem Kaufentschluss im Netz eingeholt, der Kauf an sich findet aber zu 95% immer noch vor Ort statt. Nichts desto trotz gibt es im Online-Bereich enorme Steigerungen – während im Gegensatz dazu die Umsätze in den Ladengeschäften immer mehr stagnieren. Wir bei konsultori sehen das ein wenig kritischer als die WKO.

Know-How im Internet wichtig

Was oftmals zu wenig Beachtung findet, ist das Design des Internetauftrittes – einfach das ausgedruckte Prospekt ins Internet zu stellen genügt laut Oliver Krizek, Geschäftsführer der NAVAX Unternehmensgruppe, nicht. Es ist essentiell zu wissen, wie das (Online)Medium funktioniert.

Viele Chancen für KMUs

Ein weiterer Effekt des Online-Handels ist der weltweite Wettbewerb. Peter Neubauer, Partner von Werbeplanung.at, sieht darin aber auch Vorteile – vor allem für KMUs: „Technologie ist ein großer Gleichmacher und bietet daher viele Chancen für Kleinunternehmen …“ auch über die regionalen Grenzen hinaus.

 

Mehr Informationen zu der Veranstaltung gibt’s hier zum Nachlesen.

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