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Social Media Präsenz und ein gelungener Onlineauftritt gehören mittlerweile zu fast jedem Job, egal in welcher Branche. Doch nicht jeder erkennt auf den ersten Blick das Potential, das in Kundengewinnung durch soziale Netzwerke für das eigene Unternehmen schlummert. Nicht so Volker Geyer, Unternehmensinhaber von Malerische Wohnideen. Sein Umgang mit Social Media hat zu tausenden von Followern auf unterschiedlichen sozialen Plattformen geführt, neue Geschäfte und Kooperationen ins Rollen gebracht. 67% seines Firmenumsatzes generiert Volker Geyer über Social Media. Wie macht er das? Hier kommt ein Best Practice Beispiel aus dem Handwerk.

Kundengewinnung durch Soziale Netzwerke: discipline

Discipline by grotuk aka ibal CC BY 2.0

Disziplin und Zeitmanagement

Um sämtliche Anforderungen des Unternehmer-Daseins mit der Verfolgung einer erfolgreichen Social Media Strategie zu vereinbaren, sind Disziplin und ein ausgeklügeltes Zeitmanagement fast zwingend notwendig.

Um den Überblick zu behalten ist es wichtig, sich auf einige soziale Plattformen verstärkt zu konzentrieren. In diesem Beispiel sind dies Twitter, Facebook und XING. Das Unternehmen ist zwar auch noch auf Google+, youtube und pinterest vertreten – diese Kanäle werden aber aus zeitlichen Gründen nicht so regelmäßig bespielt.

Der Social-Media-Alltag

Die Arbeit beginnt für Volker Geyer bereits um 5.15 Uhr. Von da an werden die ersten Stunden des Tages den sozialen Medien gewidmet. Begonnen wird dabei mit XING. Hier werden erstmal sämtliche Kontaktanfragen und persönliche Nachrichten beantwortet und bestehenden Kontakten ein Geburtstags-Email geschickt. Warum ist ein Profil auf XING so relevant für ein Unternehmen? Laut Volker Geyer kommen sehr viele zukünftige Kunden über diese Plattform auf ihn zu: „Etwa ¼ unseres Firmenumsatzes, der über das Web kommt, hat hier seinen Ursprung.“

Nach XING ist Twitter an der Reihe. Hier werden neue Follower genau angesehen und bei Interesse zurückgefolgt. Außerdem müssen die Direktnachrichten beantwortet und Empfehlungen analysiert und weiterverarbeitet werden. Auch ein Twitter-Profil hat neben der Steigerung der Bekanntheit des Unternehmens einen weiteren Vorteil: über das Versenden von Kurznachrichten landen viele Follower nicht nur auf dem Profil auf Twitter, sondern auch auf der eigenen Homepage

Zum Schluss wird noch kurz Facebook besucht. Hier wird durch ein gelegentliches Kommentar, ein paar „Gefällt mir“-Klicks und die Übermittlung von Geburtstagsgrüßen Präsenz gezeigt.

Last but not least: der Blog. Drei bis fünf Blogbeiträge sieht Volker Geyer hier vor. Meistens werden die Texte schon vorher verfasst und am Morgen nur noch online gestellt. Diese müssen dann nur noch auf den Social Media Plattformen beworben werden und schon ist die morgendliche Beschäftigung mit dem Onlineauftritt beendet.

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Auch fürs Nicht-Online-Sein braucht es Disziplin

Wenn man will, kann man 24 Stunden und sieben Tage die Woche durchgehend auf sozialen Plattformen verbringen. Um sich dadurch nicht von seinem Arbeitstag bzw. auch in der Freizeit ablenken zu lassen, ist es sinnvoll, auch für diese Zeit gewisse Regeln aufzustellen. So gibt es bei Volker Geyer zum Beispiel keine Social Media Aktivitäten vom Smartphone aus, während den Treffen mit Freunden und Familie oder auch im Urlaub. Außerdem werden rein berufliche Themen behandelt und keine Partybilder etc. gepostet. Was man auch nicht aus den Augen verlieren sollte: Aufgaben wie Rechnungen erstellen, Angebot schreiben, wichtige Telefonate erledigen und so weiter kommt immer VOR sämtlichen Social Media Aktivitäten!

Fazit und Effekte

Volker Geyer abschließend über seine Social Media Planung: „Etwa drei Stunden am Tag investiere ich in Social Media und in unsere Internetaktivitäten, am Samstag und Sonntag ebenso. Damit generieren wir 67% unseres gesamten Firmenumsatzes, erzielen erhebliche Aufmerksamkeit bei den Medien und verzeichnen derzeit 120.000 Besucher/Monat auf unserer Webseite mit über 300.000 Seitenaufrufen. Keine Frage: Für uns lohnt sich das!“

Österreichische Best Practices

Weitere ermutigende und erfolgreiche Best Practices von KleinunternehmerInnen finden sich für Österreich auf digitalschmankerl.at

Wie geht es Ihnen mit den Netzwerken und ihren Effekten auf die Kundengewinnung? Wie viel Zeit investieren Sie und welchen Effekt auf die Kundengewinnung haben Sie? Schreiben Sie uns in den Kommentaren.

Mit freundlicher Genehmigung von Volker Geyer.

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